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Die
vier Musiker erzeugen mit ihren Blech-
und Holzinstrumenten alle möglichen
Facetten von schlichter, manchmal
idyllischer Homophonie und
kammermusikalischer Qualität bis hin zu
komplexer Polyphonie und Polyrhythmik.
Melodien mit Ohrwurmcharakter entfalten
sich über raffinierten
rhythmisch-harmonischen Grundgerüsten.
Musikalische
Tiefe wird erreicht ohne Verstärker,
Pixel, Pomp und Videoclips. Mit Posaunen, Saxophonen, Bassklarinetten,
Tenorhörnern, Tuben, Schlitztrommel,
Holzrohr, Gong und Glockenspiel geht's
ans Blaswerk. Entenlockrufe, Nasenflöten
und Bambusrohre kontrapunktieren den
eigenwilligen Klang der Hörner. Jazzig,
voll leichtfüßigem Witz, kurzweilig,
groovend, stompend, melancholisch bieten
Talking Horns schön
oder schräg hervorragende Musik.
Die
sich entwickelnde Vieldimensionalität
der Stücke erinnert bisweilen an die
Struktur ausgefeilter klassischer
Streichquartette. Die Faszination der
Talking Horns liegt vor allem darin,
dass sie ihren fantasievollen
musikalischen Mikrokosmos mit sparsamen
Mitteln entfalten: Messerscharfe Bläsersätze
wechseln mit lyrischen Passagen und
gelegentlich reflektiert der
musikalische Horizont auch
avantgardistische Kammermusik. Durch
permanenten Rollenwechsel erreichen die
vier Bläser eine orchestrale Dichte.
Und
was bedeutet Jazz für die "Talking
Horns": Die vorhandenen Mittel mit
all ihren Möglichkeiten kompositorisch
zu nutzen, improvisatorisch zu gestalten
und zu umspielen. Wie schön, dass es für
diese Musik kein Verfallsdatum gibt.
Es
spielen:
Bernd
Winterschladen: Tenor-, Bariton- und
Altsaxophon, Bassklarinette
Andreas Gilgenberg: Saxophone, Föten,
Klarinetten und Percussion
Achim Fink:
Tenorhorn, Tuba, Electronics,
Holzrohre, und "alles was
klingt"
Stephan Schulze:
Posaune, Bassposaune, Tenorhorn,
Tuba und Flügelhorn
Karten
und Platzreservierungen gibt es unter
<kasse@jazzbiber.de>
Eintritt:
€ 12 / € 9
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Kritik
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