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Friede,
Freude, Jazz & Weißwurst
Familiäres
Dixieland Jazz-Event
mit
Stützles
Halbe Stompers
BIBERACH
- Ohne Zweifel hat sich der
Dixieland-Jazz, zumal in einer so
gediegenen Form wie ihn „Stützles
Halbe Stompers" zelebrieren, neben
Volks- und Blasmusik einen festen Platz
beim musikalischen Frühschoppen
erobert. Die letzten Gäste mussten beim
traditionellen Weißwurst-Frühschoppen
des Biberacher Jazzclubs regelrecht
eingeparkt werden, selbst auf Podesten
und Treppenabsätzen im Jazzkeller war
der Platz knapp geworden. Musikfans aus
mindestens drei Generationen hatten sich
versammelt um die junggebliebenen
oberschwäbischen Oldtimer um Trompeter
und Bandleader Ekke Wall aus Riedlingen
jazzen hören.
Louis
Armstrong, Fats Waller, Jelly Roll
Morton und andere Größen des frühen
Jazz waren mit ihren bekanntesten Titeln
„Oh when the saints", „Honeysuckle
Rose", „Kansas City Stomp"
und vielen anderen, allesamt in
Arrangements von Ekke Wall vertreten.
Besonders der unkonventionellen,
schlagzeuglosen Rhythmusgruppe war ein
erfreulich transparenter Band-Sound zu
verdanken, der vor allem die
stimmungsvollen – leider viel zu
seltenen – Kollektivimprovisationen
der klassischen Frontline aus
Klarinette, Trompete und Posaune
hervorragend zur Geltung kommen ließ.
Die Soli durchzogen alle Stimmen und
lagen bei allen sechs Stompers
spielerisch und stilistisch auf hohem
Niveau. Stiltypisch beklatschte das
Publikum dankbar jedes solistische
Hervortreten.
Verblüffend
nahe an das Vorbild Fats Wallers, auch
was Leibesumfang und Lebensfreude
angeht, vor allem aber in der
intensiven, ausdrucksstarken Art zu
singen, kam Ekke Wall, der selbst seine
rasantesten Trompetensoli so unaufgeregt
und selbstverständlich rüberbrachte,
wie seine launige Moderation. Der Funke
sprang vernehmlich über zwischen allen
Musikern und Publikum, so dass ein
friedlich, fröhliches Jazz- und
Weißwurstfest, selbstverständlich
nicht ohne Zugabe, zu Ende gehen durfte.
Dr.
Helmut Schönecker
Originaltext
für die Schwäbische Zeitung
Biberach
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