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Im
Begleitprogramm zum Biberacher
Jazzpreis 2010 organisierte der
Jazzclub in der Reihe „Jazz für
Kinder“ den Workshop „Step
One“ mit den Dozenten Prof.
Frank Sikora und Immanuel
Brockhaus von der „Swiss Jazz
School“ in Bern. Gefördert vom
Landesjazzverband, von der LBBW
und von der Landesstiftung Baden-Württemberg
führte der in einer Kooperation
mit dem Wieland-Gymnasium in der
Aula und im Tonstudio der
Gymnasien durchgeführte Workshop
Jazzanfänger und Fortgeschrittene
zwischen 9 und 20 Jahren in die
Geheimnisse eines immerzu jungen
Musikstiles ein.
„Das
ist ja gar nicht so schwer, wie
ich dachte“ lautete der Stoßseufzer
eines der jüngsten Teilnehmer am
Workshop in der ersten Pause. Tatsächlich
waren selbst in der Gruppe der jüngsten
Teilnehmer (9-13 Jahre) bereits
nach einer knappen Stunde
veritable Jazzklänge zu
vernehmen. Immanuel Brockhaus,
einer der beiden hochkarätigen
Dozenten, übernahm es mit großer
Geduld den Youngsters aus der
ganzen Region die richtigen Jazztöne
beizubringen. Ausgewählte Stücke
aus seinem jüngst veröffentlichten
pädagogischen Lehrwerk erwiesen
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sich
dabei als besonders
praxistauglich. Prof. Frank
Sikora, dessen Jazz-Harmonielehre
zu den Standardwerken an allen
Musikhochschulen zählt, beschäftigte
sich überwiegend mit den
Fortgeschrittenen (17-20 Jahre),
erklärte den aufmerksamen
Jugendlichen den optimalen
Spannungsverlauf einer
Improvisationslinie in Abhängigkeit
von harmonischer Spannung und
formaler Anlage, analysierte,
verbesserte und motivierte.
In
der mittleren Gruppe der 14 bis
17-Jährigen lag einer der
Schwerpunkte auf jazztypischer
Phrasierung, auf dem richtigen
Timing im Ensemblespiel. Brockhaus
und Sikora teilten sich hier,
verstärkt durch den Bigbandleader
Peer Hübel aus Heidelberg, die
Arbeit auf, wechselten durch die
Gruppen, stellten Aufgaben, erklärten,
kommentierten und wiesen den Weg
zum echten Groove. Nach sechs
anstrengenden Stunden sichtlich
geschafft, doch auch erkennbar
zufrieden mit dem Erlernten nahmen
die Nachwuchsjazzer freudig ihre
Teilnahmebestätigung entgegen und
manch einer fand sich am Abend im
Jazzpreis-Finale in der Stadthalle
wieder, den künftigen Sieg klar
im Blick.
Dr.
Helmut Schönecker Originaltext für
die
Schwäbische Zeitung
vom 29. April 2010
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