Jazzclub Biberach e.V.

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                                                Schwäbische Zeitung 29.04.2004

Interview mit den Jazz Pistols 

 

Touren von Afrika bis Biberach

 

BIBERACH - Morgen, Freitag 30. April 2004, spielt die Mannheimer Jazz-/Rockcombo "Jazz Pistols" im Biberacher Jazzkeller. "Jazz Pistols" sind Thomas "Lui" Ludwig (Schlagzeug), Stefan "Ivan" Schäfer (Gitarre) und Christoph "Victor" Kaiser (Bass). SZ-Mitarbeiter Michael Gold fragte Bassist Christoph, was die Biberacher Jazzfans erwartet.

 

Christoph, Ihr bezeichnet Euren Stil als Energy-Jazz. Was versteht Ihr darunter?

Wir hatten eine Bezeichnung für unseren Musikstil gesucht, und da Jazz doch etwas zu allgemein ist, kamen wir auf den Ausdruck Energy-Jazz. Dabei hat Energy (deutsch: Energie) nicht nur etwas mit Lautstärke oder druckvoller Musik zu tun, sondern Energy kann es auch in Balladen geben, wenn man die Musik mit viel Gefühl für die einzelnen Stimmungen versucht zu interpretieren. Generell kann man den Begriff Energy-Jazz darauf zurückführen, dass wir weniger Swing als vielmehr eine Fusion von verschiedenen Grooves aus dem Rock, Funk und dem Worldmusic Bereich spielen.

Lui ist als festes Mitglied der Jule Neigel Band bekannt. Was machst Du und Stefan, wenn ihr nicht bei den "Jazz Pistols" spielt?

Wir spielen unter anderem als festes Rhythmusgespann, auch wieder zusammen mit Lui, bei der "Uwe Ochsenknecht Band", mit der wir diesen Sommer wieder auf Tour sind. Daneben arbeiten wir noch im Studio und geben beide Unterricht an Musikschulen. Außerdem halten wir auch seit einiger Zeit viele Workshops mit den "Jazz Pistols" ab, die sehr positiv angenommen werden, da es um das Bandspiel geht, welches man im Einzelunterricht nicht in der Konsequenz verarbeiten kann. 

Ihr kommt gerade von einem längeren Afrika-Aufenthalt zurück. Was habt Ihr dort gemacht und wie kam's dazu?

Auf Einladung des Goethe Instituts haben wir diese Westafrika-Tour gemacht, bei der wir innerhalb von drei Wochen in acht Ländern Konzerte gegeben haben. Schon vor zwei Jahren hatten wir auch über das Goethe Institut eine Süd-/Ost-Afrika-Tour gemacht und danach noch zwei weitere kleinere Touren. Insgesamt haben wir schon in 17 Ländern Afrikas gespielt. Es waren beeindruckende Erlebnisse und auch musikalisch eine Bereicherung, die afrikanischen Rhythmen aus nächster Nähe und mit einheimischen Musikern zu erforschen.

Wie sieht die weitere Jahresplanung aus?

Zur Zeit sind wir mit Hochdruck an unserer neuen CD. Durch die vielen Touren und andere Verpflichtungen sind wir etwas ins Hintertreffen geraten - allerdings haben wir jetzt schon viele Ideen und die Eindrücke aus Afrika werden da sicherlich eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin werden wir auch noch viele Konzerte mit den Pistols geben und auch mit Uwe Ochsenknecht sind wir wie schon erwähnt wieder auf Tour. 

Ihr habt vor drei Jahren schon einmal in Biberach gespielt, bei der Musik-Kneipennacht. Was ist Euch davon noch in Erinnerung geblieben?

Die Musiknacht ist uns noch in guter Erinnerung. Es war ein schöner Auftritt und das Publikum hatte wie wir seinen Spaß. Wir freuen uns schon auf unser morgiges Wiedersehen.

 

 

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