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Beim letzten Jazzkonzert
vor der Sommerpause und wenige
Wochen vor dem Beginn der Open Air
Rondellkonzerte konnten alle
Beteiligten noch mal so richtig
"happy" sein. Der gut
besuchte Jazz- keller wurde zu
einem echten "Happy
House" als die gleichnamige
deutsch-schweizerische For- mation
um den Ex-Biberacher Matthias
Daneck (Schlagzeug) und seinen
langjährigen Mitstreiter Arne
Huber (Kontrabass) in der
Konzertreihe des Jazzclubs ihre
beseelten musikalischen Aphor-
ismen verkündete.
"Happy
House ist eine demokratische
Band", so der in launigem
Schwyzerdütsch moderierende Züricher
Trompeter Matthias Spillmann zu
dem Umstand, dass alle
Kompositionen des kurz- weiligen
Abends von einem der vier
Bandmitglieder stammten. Genau
dies erwies sich denn auch als
durchaus ungewöhnlicher Glücksfall
für die For- mation selbst sowie
für das sichtlich inspirierte
Publikum. Als hochsensible
Musiker-Komponisten, die mit der
Grammatik ihrer Tonsprache ebenso
vertraut sind, wie mit der
angemessenen Inter- pretation ihre
Stücke, gelang ein selten zu hörendes
homogenes Miteinander in einer
originären Musik, die offenkundig
aus tiefstem Herzen kam. Vor allem
der Berner Saxophonist Domenic
(mit Betonung auf der zweiten
Silbe!) Landolf lebte seine Musik
regelrecht.
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Ohne das sonst eher störende
Beiwerk übertrieben virtuoser
instrumentaler Selbstdarstellung
oder – noch schlimmer – dem
Zwang bloß unterhaltsamer
Kurzweil unterworfen, kamen alle
Stücke in beinahe klassisch zu
nennender Ausgewogenheit und
schlichter Eleganz zu den hoch
konzentrierten Hörern. Die
versunkene Kontemplation war die
angemessene Hörweise dieser
beseelten Musik und ein tief von
innen kommendes Glücksgefühl die
Belohnung für die innere Einkehr.
Nicht nur im Fehlen jeglicher
Showelemente, auch im
unaufgeregten Miteinander zwischen
Musikern und Publikum zeigte sich
eine Unmittelbarkeit des
Empfindens und eine musikalische
Reife, die nur auf viel Erfahrung
und hoher Begabung auf Seiten der
Musiker basiert. Diese
Unmittelbarkeit des Empfindens
erweist sich aber auch als Schlüssel
in ein reichhaltiges, gut
strukturiertes musikalisches
Innenleben abseits aller Chiffren
und Vorurteile.
Der
Transparenz dieser musikalischen
Strukturen kam zweifellos
entgegen, dass keine
Akkordinstrumente wie Klavier oder
Gitarre für harmonische
Vernebelung sorgten. Dem Komfort
akustischer Klangteppiche beraubt,
musste jedoch der Zuhörer in
asketischer Direktheit den
musikalischen Ambitionen der Band
fast zwangsweise folgen, wenn er
sich nicht in spar- tanischer
Entsagung allein auf weiter Flur
musik- alischer Anspruchs- und
Ereignislosigkeit wieder finden
wollte.
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