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SZ
vom 01.06.04 zum Konzert des "Veronica
Gonzales Trio"
Jazzclub
Biberach: "Guitar Nights"
Eine
fesselnde Konzertnacht
BIBERACH
(wv) - Wolfgang Scheffler, der
Vorsitzende des "Jazzclubs
Biberach", durfte vollauf zufrieden
sein. Die fein dekorierten Tische vor
dem "Kapuzinerhof" waren
besetzt zum Konzert des "Trio
Veronica Gonzales". Das
Kennerpublikum kam vorpfingstlich voll
auf seine Kosten.
Open
air begann es. Mond und Sterne bildeten
ein gutes Dach für ein musikalisches
Ereignis der exotischen Sonderklasse.
"Es ist fast wie in Chile",
flachste die famos aufgelegte Leaderin
Veronica Gonzales, "und es ist
etwas kühl wie bei uns im Winter."
Für rechte Innentemperaturen sorgte sie
selbst. Mit funkelndem Augenspiel nahm
die Chilenin ihre Combo und das Publikum
gekonnt in den Griff.
Sie
gurrte, hauchte, fiepste, scattete,
schwang melisch durch alle verfügbaren
vokalen Register auf in höchste
Tonbereiche, dass es einem den Atem
verschlug. Sie begleitete sich selbst
mit der Wassertrommel, spielte die
Indianermandoline Charango: Ein ganzer
Urwald voller vitaler und skurriler Töne
wurde wach.
Ihr
zur Seite unterstützt sie seit Jahren
Inga Rincke, die in allen Rhythmen
perfekte Percussionistin. Was sie auf
ihrem facettenreichen Instrumentarium an
Samba-, Rumba-, Bossa nova-, Flamenco-
und auch Bluesklängen hervorzauberte,
war mitreißend. Markus Büttner, mit
eigenen Kompositionen vertreten, gab
harmonisch runden Halt und setzte seine
Akzente. Stoisch bis zu seinem bravourösen
Solo hielt sich Bassgitarrist Paul
Harryman zurück.
"Latin
flair" pur, auch als das
begeisterte Publikum ins Foyer des
Hotels umgezogen war. Die Reihen
swingten und schnippten bis gen
Mitternacht. "Multikulti" für
jeden Goût servierte die Küche:
Speisen und Getränke, 'event-gerecht'
aus Chile. Bravo.
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