Jazzclub Biberach e.V.

Landesjazzfestival Baden-Württemberg vom 10. bis 26. April 2026 in Biberach !

www.landesjazzfestival-bc.de

Das Programm ist veröffentlicht, der Vorverkauf hat begonnen.

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Konzerte

Hier finden Sie unsere bevorstehenden Veranstaltungen sowie eine Rückschau auf vergangene Konzerte.

Jazzpreis

Der Biberacher Jazzpreis ist ein international ausgeschriebener Preis für den Jazznachwuchs.

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Im Archiv finden Sie Ankündigungen und Kritiken von fast allen Konzerten seit der Jahrtausendwende.

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Vogelfrei-FM

Am 06.02.2026 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung

It´s NEW – It´s FRESH – It´s HOT !

Wild, unbeugsam, bunt, listig, unberechenbar, dirty, ungehobelt, romantisch, charmant, virtuos, entspannt, witzig… das ist Vogelfrei-FM! Vier Biberacher Urgesteine, die nach langjährigem Nebeneinander endlich zum Miteinander gefunden haben legen ihrer Kreativität keine Fesseln an. Kernelement der ausschließlich selbst komponierten Musik sind eingängige Melodien gepaart mit atemberaubenden Grooves. Die Stücke erzählen alltägliche aber auch ungewöhnliche Geschichten aus dem Leben. Im Stilmix finden sich Elemente aus Fusion, Latin, Funk, Jazz, Blues, Klassik, Flamenco und Worldmusic. Die jahrzehntelangen, auch in der Lehrtätigkeit erworbenen Erfahrungen der Musiker verschmelzen hier zu einer außergewöhnlichen Einheit, einem homogenen Band und Personalstil, der so disparate Einflüsse aus der Musik von Lee Ritenour, Sigi Schwab, Louiz Bonfa, Pat Metheny, Scott Henderson, Andreas Vollenweider, Marcus Miller, Richard Bona, George Duke, Andy Narell, Sergio Mendes u.a. einbinden kann, ohne seine Seele zu verlieren.

http://vogelfrei-fm.de/

Jochen Vogel (Gitarre, Gesang, Komposition)
Alex Vogel (Bass)
César Gamero (Multipercussion)
Markus Merz (Drums & Malletkat)

Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler

Foto: Vogelfrei-FM

18.01.2026: Hardt Stompers

Gelebte Jazztradition mit den Hardt Stompers zum Frühschoppen
Usambara-Veilchen vom Rio de la Plata erblühen im Biberacher Jazzkeller
BIBERACH – Launige Anmoderationen gehören zum Markenzeichen der schon seit über 40 Jahren existierenden ehemaligen Lehrerband des Reutlinger Bildungszentrums Nord im Gewann „Hardt“, den HARDT STOMPERS. Gestählt durch unzählige Konzerte, Festzelt- und Biergarten-Auftritte fanden die sechs gestandenen Mannsbilder aus dem ganzen Ländle mit ihrer überschäumenden Spielfreude und einer bewährten Stückauswahl unmittelbaren Zugang zu einem honorigen, meist silberhaarigen aber gleichwohl euphorischen Publikum im Jazzkeller. In der traditionellen Besetzung des New-Orleans-Jazz aus Klarinette, Trompete, Posaune, Banjo, Tuba und Schlagzeug erweckten sie, teils in ganz neuen Arrangements und mit frischen Improvisationen die Oldie-Schlager zu neuem Leben.
Humor und Spielwitz gingen Hand in Hand, besonders wenn die Klassiker aus der goldenen Ära deutscher Tanzorchester mit deutschen Texten oder Textübertragungen daherkamen. Der von Max Raabe wieder aufgefrischte jazzige Gassenhauer „Mein Hund beißt jede hübsche Frau ins Bein“ aus den 1930er Jahren wirkt offenkundig auch heute noch als augenzwinkernder Stimmungsgarant. Bestens eingestimmt durch die Moderation des Bandleaders waren freudiges Mitschnipsen und Fußwippen, fröhliche Mienen und langer Beifall selbstverständlich.
Der neu zur Band gestoßene Klarinettist Wolfgang Albrecht ließ durch nichts erkennen, dass er nächstes Jahr 80 Jahre alt wird. Weder weiße Haare noch eine tiefenentspannte Spielweise ließen auf sein Alter schließen. Ganz im Gegenteil. Wohl auch der Rolle der Klarinette im Oldtime Jazz geschuldet, spielte er nicht nur die meisten Töne in der kürzesten Zeit, sondern steuerte auch die virtuosesten Improvisationen zum Geschehen bei. In Sydney Bechets „Blues In The Air“ glänzte er als Solist mit einem besonders weichen, sonoren Klarinettenton und einer weitgespannten expressiven Melodik, die auch sein Spiel auf dem Sopransaxofon auszeichnete.
Die beiden Altmeister der Truppe, der ob seines kraftvollen, virilen Einsatzes oft schweißüberströmte Günter Friedhelm an Trompete, Gesang und Moderation sowie ein cooler Wolfgang Schenk an der Posaune mit seinem stark schwäbisch geprägten Gesang, gefielen mit charakteristischer Louis-Armstrong-Stimme, knackigem Trompetensound und obligatorischem Schweißtuch oder einem wundervollen Posaunensolo über „Kid Ory’s Creole Trombone“. Herausragend der von Schenk völlig authentisch gesungene, lachmuskelstrapazierende „Fernsehturm-Shuffle“ über das altgediente Stuttgarter Wahrzeichen.
Ebenfalls als Neuling und Youngster in der Formation überzeugte Benjamin Reiner an der Tuba und am reisetauglichen, elektrischen Kontrabass. Den flüssig groovenden Walking Bass hat er wohl seit frühester Jugend im Blut, der wohlklingende, satte Bass-Sound ist eher intensivem Ansatztraining und gutem Equipment zu verdanken. Kurt Schlaf an Banjo und Gitarre sowie Karel Vlach aus Prag am Schlagzeug sorgten neben gelegentlichen Soloeinlagen zuverlässig für den harmonischen und rhythmischen Unterbau. Die beiden heftig herbeigeklatschen Zugaben toppten jedoch alles Vorangegangene. Launige Übersetzungen von Fats Wallers „Honeysuckle Rose“ ins deutsche, lateinische und sogar in das, von Günter Friedhelm besonders stilecht intonierte, sächsische Sprachidiom als „Usambara-Veilchen vom Rio de la Plata“ sowie dessen frech-frivole Interpretation ließen die Wellen der Begeisterung nochmals hochschlagen. Abgerundet von Gershwins eingängigem Evergreen „Oh Lady Be Good“ nahm die unterhaltsame Matinee einen beseelten Ausgang. Der einzige Wermutstropfen: Die leckeren Weißwürste waren schon zum Ende der Pause ausgegangen.

Text & Fotos: Helmut Schönecker

Jakob Bänsch Quartett

Am 27.02.2026 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung

Vielversprechender „Rising Star“ der europäischen Jazzszene in den Fußstapfen von Wynton Marsalis

Für sein Debütalbum „Opening“ wurde der Trompeter und Komponist Jakob Bänsch mit dem Deutschen Jazzpreis 2024 als „Debütalbum des Jahres“ ausgezeichnet. Im Februar 2025 folgte sein zweites Album „All The Others“, welches impressionistische Klassik, modernen Jazz und Folk-Elemente kunstvoll miteinander verwebt. Der Grenzgänger ist als Sohn klassisch geprägter Eltern in der Nähe von Pforzheim aufgewachsen und erhielt schon früh sowohl eine klassische als auch eine Jazz-Ausbildung. Bereits als Jugendlicher war er parallel Mitglied im Landesjugendorchester und im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg. 2020 wurde er Mitglied des Bundesjazzorchesters. Mit seinen eigenen Bands trat er bereits in den renommiertesten Jazzclubs und auf führenden Festivals Deutschlands auf – darunter die Leverkusener Jazztage, Jazz Baltica und JazzOpen Stuttgart – und arbeitete eng mit internationalen Größen wie Nathan East, Nils Landgren, Wolfgang Haffner, Emil Mangelsdorff, Wolfgang Niedecken, Max Mutzke, Michael Abene sowie als Solist mit der WDR Big Band zusammen. Als Komponist wurde Bänsch an der HfMT Köln ausgebildet, war Stipendiat des WDR Composers Fellowship Programms und Teilnehmer der Elbphilharmonie Jazz-Academy. Seine Werke schöpfen ihre Inspiration vor allem aus der klassischen Musik um 1900 (u.a. Maurice Ravel, Claude Debussy, Alexander Scriabin) sowie dem Modern Jazz der 1960er- und 1970er-Jahre (z.B. Wayne Shorter, Herbie Hancock). Aus dieser Verbindung entsteht ein unverwechselbarer Sound – gespickt von Lyrik, symphonischer Dramaturgie, epischer Intensität und Virtuosität.

https://www.jakobbaensch.com/

Jakob Bänsch (Trompete, Flügelhorn)
Niklas Roever (Klavier)
Jakob Obleser (Kontrabass)
Leo Asal (Schlagzeug)

Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler

Foto: Vincent Sima

17.01.2026: Tango Transit

Tango Transit – Nomen est Omen

Zweifelsohne steht der Begriff Tango zentral im Raum, wenn dieses außergewöhnliche Trio die Bühne betritt. Und wie zur Bestätigung zitieren Martin Wagner, Akkordeon, Hanns Höhn am Kontrabass und der Schlagzeuger Andreas Neubauer zum Konzertbeginn den Gottvater des Tango Nuevo – Astor Piazzolla – mit dessen bekanntestem Stück – Libertango. Doch schon beginnt der Transit, eine Reise durch musikalische Welten, vom modernen Walzer (Vienna April) über romantisches deutsches Liedgut (Zwischen Berg und tiefen, tiefen Tal) zu komplexen Eigenkompositionen (The Curtain, Akrobat, T-House …) und spaßigen Pop-Interpretationen (Money von Pink Floyd).

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